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Jenseits der Suche nach dem „ursprünglichen Text‟ in der Textkritik: Fortschreibungen und Textautorität in der nachexilischen Zeit


Pages 365 - 371

DOI https://doi.org/10.13173/zeitaltobiblrech.18.2012.0365




München

1 Rezensionsartikel zu Hanne von Weissenberg/Juha Pakkala/Marko Martilla (Hg.), Changes in Scripture. Rewriting and Interpreting Authoritative Traditions in the Second Temple Period, BZAW 419, Berlin — New York 2011.

2 Zur traditionellen Form der Textkritik cf. E. Würthwein, Der Text des Alten Testaments. Eine Einführung in die Biblia Hebraica, Stuttgart 21988; R. Wonneberger, Leitfaden zur Biblia Hebraica Stuttgartensia, Göttingen 11984.

3 Cf. A. Lange, They Confirmed the Reading (yTan'an.4.68a). The Textual Standardization of Jewish Scriptures in the Second Temple Period, in: ders./M. Weigold/J. Zsengellér (Hg.), From Qumran to Aleppo, Göttingen 2009, 29–80.

4 Cf. A. Schenker, Textgeschichtliches zum samaritanischen Pentateuch und Samareitikon. Zur Textgeschichte des Pentateuch im 2. Jh. v. Chr., in: M. Mor/F.V. Reiterer (Hg.), Samaritans. Past and Present. Current Studies, Studia Samaritana 5, Berlin — New York 2010, 105–121.

5 Cf. E. Otto, Deuteronomium 1–11. Zweiter Teilband: 4,44–11,32, HThKAT, Freiburg, Breisgau 2012, 1064–1068.

6 Cf. B. M. Levinson, Deuteronomy and the Hermeneutics of Legal Innovation, New York 1997; siehe dazu E. Otto, Biblische Rechtsgeschichte als Fortschreibungsgeschichte. Eine kritische Diskussion mit B. M. Levinson, in: ders., Altorientalische und Biblische Rechtsgeschichte. Gesammelte Studien, BZAR 8, Wiesbaden 2008, 496–506; zur Rezeption des Bundesbuches in Dtn 12–26 als hermeneutischem Schlüssel für das Bundesbuch siehe ders., Das Deuteronomium. Politische Theologie und Rechtsreform in Juda und Assyrien, BZAW 284, Berlin — New York 1999, 203–378.

7 Cf. J. Stackert, Rewriting Torah. Revision in Deuteronomy and the Holiness Legislation, FAT 52, Tübingen 2007; siehe dazu die Rezension von E. Otto in RBL 3/2008.

8 Cf. E. Otto, Ersetzen oder Ergänzen von Gesetzen in der Rechtshermeneutik des Pentateuch, In: ders., Die Tora. Studien zum Pentateuch. Gesammelte Aufsätze, BZAR 9, Wiesbaden 2009, 248–256.

9 Siehe oben Anm. 6.

10 So E. Otto, Rechtshermeneutik in der hebräischen Bibel. Die innerbiblischen Ursprünge halachischer Bibelauslegung, In: ders., Altorientalische und Biblische Rechtsgeschichte. Gesammelte Studien, BZAR 8, Wiesbaden 2008, 464–485.

11 Das Manuskript unseres Vortrags ist um Anmerkungen erweitert abgedruckt in E. Otto, The Pre-exilic Deuteronomy as a Revision of the Covenant Code, in: ders., Kontinuum und Proprium. Studien zur Sozial- und Rechtsgeschichte des Alten Orients und des Alten Testaments, Orientalia Biblica et Christiana 8, Wiesbaden 1996, 112–122; cf. auch bereits ders., Vom Bundesbuch zum Deuteronomium. Die deuteronomische Redaktion in Dtn 12–26, in: G. Braulik/W. Groß/S. E. McEvenue (Hg.), Biblische Theologie und gesellschaftlicher Wandel. FS N. Lohfink, Freiburg/ Breisgau 1993, 260–278.

12 Cf. H. Najman, Seconding Sinai. The Development of Mosaic Discourse in Second Temple Judaism, JSJ.S 30, Leiden — Boston 2004, 20–29; cf. dazu E. Otto, Neue Literatur zur biblischen Rechtsgeschichte, ZAR 12, 2006, (72–106) 103–106.

13 Cf. E. Otto, Deuteronomium 1–11. Erster Teilband: 1,1–4,43, HThKAT, Freiburg, Breisgau 2012, 231–238.

14 Cf. dazu jetzt auch M. Zahn, Rethinking Rewritten Scripture: Composition and Exegesis in the 4QReworked Pentateuch Manuscripts, STDJ 95, Leiden — Boston 2011.

15 Im Verhältnis zwischen Deuteronomium und Tempelrolle wird die Autorität des mosaisch vermittelten Deuteronomiums schon dadurch infrage gestellt, dass die Tempelrolle sich als unvermittelte Gottesoffenbarung zu erkennen geben will. Die Korrekturen und Harmonisierungen des Deuteronomiumtextes in der Tempelrolle erweisen den von Mose vorgetragenen Text des Deuteronomiums als fehlerhaft und gegenüber dem Gotteswort depraviert; cf. E. Otto, Die Rechtshermeneutik im Pentateuch und in der Tempelrolle, in: R. Achenbach/M. Arneth/E. Otto, Tora in der Hebräischen Bibel. Studien zur Redaktionsgeschichte und synchronen Logik diachroner Transformationen, BZAR 7, Wiesbaden 2007, 72–121; ders., Temple Scroll and Pentateuch. A Priestly Debate about the Interpretation of the Torah, in: K. De Troyer/A. Lange (Hg.), The Qumran Legal Texts between the Hebrew Bible and Its Interpretation, CBETh 61, Leuven 2011, 59–74; S. Paganini, “Nicht darfst du zu diesen Wörtern etwas hinzufügen.” Die Rezeption des Deuteronomiums in der Tempelrolle: Sprache, Autoren, Hermeneutik, BZAR 11, Wiesbaden 2009, 279–301.

16 Auch bei E. Tov sieht H. Debel die Suche nach einem „Urtext‟ lange Zeit vorherrschen. Erst jüngst sei E. Tov davon ein Stück weit abgerückt.

17 Cf. auch S. White Crawford, Rewriting Scripture in Second Temple Times, Grand Rapids 2008; siehe dazu E. Otto, Pentateuchrezeptionen in Qumran und verwandter Literatur. Zu einem Buch von Sidnie White Crawford, ZAR 15, 2009, 366–381.

18 Cf. E. Otto, Das Deuteronomium im Pentateuch und Hexateuch. Studien zur Literaturgeschichte von Pentateuch und Hexateuch im Lichte des Deuteronomiumrahmens, FAT 30, Tübingen 2000, 196–211.

19 Dieses Problem stellt sich noch nachdrücklicher als für den Pentateuch für die Kommentierung des Jeremiabuches und ist, wenn es um die Frage geht, welcher Text kommentiert werden soll, nicht durch die kontrovers diskutierte Frage, welche Texttraditionen die ursprünglichere sei, zu lösen.

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